Die Liebe zur Kunst verspüre ich schon seit frühester Kindheit, sie führte mich zuletzt auch ins Studium der Kunstgeschichte in München. Nach der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zog es mich aber wieder hin zum eigenen Gestalten - ich entschied mich für mehr Kreativität in meinem Leben.
Fasziniert vom alchemistischen Vorgang experimentiere ich mit Kunstharz, flüssigen Farben und verschiedenen Zufallsverfahren. Ich verzichte überwiegend auf konventionelle Malinstrumente und schütte stattdessen Farbe auf Flächen, wo ich sie weitestgehend dem Zufall überlasse. Das Loslassen von Kontrolle und die Orientierung vom Rationalen hin zum Intuitiven durchdringen meine abstrakten und dynamischen Bilder.

Ich arbeite und lebe in München
Atelier super+@Kunstlabor2, Dachauer Straße 90, 80355 München

Zur Kunst

Es handelt sich hierbei um Methoden, die viel Offenheit und Direktheit im Farbauftrag ermöglichen, aber auch das Loslassen absoluter Kontrolle und von der Vorstellung konkreter Ergebnisse erfordern. Es entsteht eine Spannung zwischen Improvisation und Kalkulation, die lebendige Abstraktionen hervorbringen kann. Durch den Einfluss von außen (z.B. physikalische wie chemische) und das dynamische Trocknen (das Material arbeitet über den Malprozess hinaus weiter) wachsen und erzeugen sich frei fließende Farben, Strukturen und Flächen oft ganz von selbst. Es ist eine lebendige Kunst der Möglichkeiten, unverstellt von Realismus oder Illusionismus. 

Meine experimentelle Kunstform ist voller spontaner und intuitiver Entscheidungen, die starke Präsenz erfordert. Die Vorgänge sind unumkehrbar und nur begrenzt manipulierbar. Es ist ein prozessorientiertes Arbeiten, bei dem das Endprodukt noch nicht klar definiert werden kann. Außerdem werden neben Kontrolle ein starker Persönlichkeitsbezug und die Identifizierung mit dem Kunstwerk abgelegt. Die Verbindung zwischen mir und Kunstwerk ist vor allem physischer Natur und baut auf Intuition und unmittelbaren Impulsen statt auf verkopfte Bildkonzepte. Es geht also weniger um ein perfektes Ergebnis, sondern mehr um Abstraktion als Praxis (und nicht als Lehre). Eine innere Geisteshaltung wird über diesen Prozess kultiviert und die Technik erhält so ihren Selbstzweck. Die Bilder erzeugen eine starke ästhetische Außenwirkung und ich lehne eine persönliche Bildinterpretation ab, die den Betrachter beeinflussen oder intellektuell überzeugen soll. Das Betrachten soll auch mehr spielerisches Erleben sein (wie bei mir das Malen mit den Farben), darf individuell und mehrdeutig begriffen werden.